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SÜDTIROL VOR 1918
SÜDTIROL VOR 1918
Neuzeit
Maximilian konnte Tirol bedeutend vergrößern. Er regelte im Landlibell, das er 1511 erließ, die Landesverteidigung. Das Landlibell stellt eine Wehrordnung dar und untermauerte Tirols Sonderstellung in Maximilians Herrschaftsbereich. Es legte im Wesentlichen fest, dass im Falle eines Konfliktes, bei dem Tirol zum Kampfgebiet würde, der Landesfürst zuvor von den Landständen die Zustimmung einholen müsse und dass die Tiroler Landeswehr nur zur Verteidigung des eigenen Landes verpflichtet sei.

Unzufriedenheit mit der Herrschaft nach Maximilians Tod, soziale und wirtschaftliche Veränderungen, religiöse Unsicherheiten und Einflüsse neuer Glaubenslehren führten in Tirol zu einer Krisenstimmung. Missernten und ungünstige Witterung verschärften zusätzlich die Lage. So kam es im Zuge der süddeutschen Bauernkriege auch in Tirol 1525 zum Bauernaufstand. Zum Anführer der Aufständischen wurde bald nach Ausbruch der Unruhen der aus Tschöfs bei Sterzing stammende Michael Gaismair. Die Erhebungen richteten sich gegen Adel, Kirche und landesfürstliches Beamtentum. Noch im gleichen Jahr wurde der Aufstand niedergeschlagen. Gaismairs Plan, in Tirol eine demokratische, lutherische Bauernrepublik mit der Hauptstadt Brixen zu errichten, blieb Utopie.

In die Mitte des 16. Jahrhunderts fiel das Konzil von Trient, das für die folgenden Jahrhunderte wichtige Richtlinien festlegte und in der katholischen Kirche eine religiöse Erneuerung herbeiführte.