X Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies.
SÜDTIROL VOR 1918
SÜDTIROL VOR 1918
Reform und Revolution
Üblicherweise bestätigten die Landesfürsten bei Herrschaftsantritt den Tirolern ihre Rechte und Freiheiten. Im Unterschied zu den früheren Landesfürsten aber bestätigte Maria Theresia die alten Landesfreiheiten nicht mehr und ließ sich auch nicht von den Landständen huldigen. Tirol wurde enger an die habsburgischen Erbländer und die Monarchie gebunden und verlor an Rechten und Freiheiten.
Mit Umsicht führte die Herrscherin Reformen (in Verwaltung, Recht, Wirtschaft und Kultur) durch. Anders ihr Sohn und Nachfolger Joseph II: Seine aufklärerischen Reformen (Eingriffe ins religiöse Leben) stießen in Tirol auf Ablehnung.

Bald aber brachen die bewegten Zeiten der Französischen Revolution und der Herrschaft Napoleon Bonapartes herein.
Österreich musste infolge der Niederlage gegen Napoleon bei Austerlitz 1805 im Frieden von Pressburg Tirol an Bayern abtreten. Es wurde in das Königreich Bayern eingegliedert, der Name Tirol verschwand und wurde durch die Bezeichnung Südbayern ersetzt. Darauf folgten hohe Steuern, kirchenfeindliche Verfügungen und Zwangsrekrutierungen. Das traf die Tiroler schwer. Unmut und Widerstand kamen auf. Höhepunkt davon war der Aufruf zum Freiheitskampf.